Satzung Rolfing® Verband Deutschland e.V.

 

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr 
Der Verein führt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namen Rolfing® Verband Deutschland e. V. Sitz des Vereins ist München. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr 

§ 2 Zweck des Vereins

Der Rolfing® Verband Deutschland e. V. ist eine Vereinigung der Rolfing- und Rolf Movement Praktiker in Deutschland. Er ist konfessionell und parteipolitisch nicht gebunden.Zweck des Vereins ist die Förderung der Volks- und Berufsbildung auf dem von Dr. Ida P. Rolf begründeten Gebiet der „STRUKTURELLEN INTEGRATION“ des menschlichen Körpers.

Dieses umfasst sowohl eine spezielle Betrachtungsweise des menschlichen Körpers unter dem Gesichtspunkt seiner Relation zum Schwerefeld der Erde, als aucheine darauf aufbauende und mit manueller Berührung verbundene Methode der Förderung der Volks- und Berufsbildung mit dem Ziel, die Körperstruktur auszubalancieren und mehr ins Lot zu bringen, die sich dann nicht nur in einer verbesserten körperlichen, sondern meist auch in ganzheitlich seelischer Verfassung äußert.

Der Vereinszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

Die Durchführung bzw. Unterstützung von fachgerechten Lehrgängen in der Rolfing- bzw. Rolf Movement Methode.Durchführung bzw. Unterstützung von Einführungskursen in die Bau- und Funktionsweise des menschlichen Körpers unter den Gesichtspunkten der Strukturellen Integration.

Verbreitung von Informationsmaterial über die von Dr. Ida P. Rolf begründete Arbeits- und Denkweise.

Organisation bzw. Unterstützung von Informationsveranstaltungen über die von Dr. Ida P. Rolf begründete Arbeits- und Denkweise.

Unterstützung der Kommunikation zwischen den Ausgebildeten in der Rolfing- bzw. Rolf Movement Methode, den Studenten der Methode, anderen Rolfing Organisationen sowie der allgemeinen Öffentlichkeit.

Unterstützung einer Weiterentwicklung des von Dr. Ida P. Rolf begründeten Gebiets der Strukturellen Integration durch entsprechende weiterführende Forschung.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstige Zwecke“ der Abgabenordung.

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Alle Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten als solche keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

Ordentliche Mitglieder können natürliche Personen sein, die eine anerkannte Rolfing- bzw. Rolf Movement Ausbildung abgeschlossen haben und berechtigt sind, sich „Certified Rolfer“ bzw. „Certified Rolf Movement Teacher“ zu nennen.

Natürliche Personen, die sich in einer solchen Ausbildung befinden, können studentische Mitglieder werden. Studentische Mitglieder, die noch nicht zur letzten Phase der Grundausbildung (dem sogenannten „Practitioning“) zugelassen sind, haben kein Stimmrecht.

Nur ordentliche Mitglieder sind berechtigt, sich öffentlich Mitglied der „European Rolfing Association e. V.“ zu nennen.

Andere natürliche und juristische Personen können den Status eines fördernden Mitglieds ohne Stimmrecht in der Mitgliederversammlung erlangen.

Alle Mitglieder haben das Recht zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung sowie zur Ausübung des Antrags-, Auskunfts- und Rederechts.

Ordentliche Mitglieder sowie studentische Mitglieder, die zur letzten Phase der Grundausbildung zugelassen sind, haben darüber hinaus das Stimmrecht.
§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft

Der Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich an den Verband zu richten, der über den Beitritt entscheidet. Lehnt der Vorstand einen Aufnahmeantrag ab, ist Einspruch an die Mitgliederversammlung zulässig; die dann endgültig entscheidet.

Der Beitritt ist wirksam mit der ersten Beitragszahlung.
§ 6 Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, durch Ausschluss oder Tod.

Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Mitteilung an den Vorstand; geleistete Beiträge werden nicht zurückerstattet.

Der Ausschluss eines Mitgliedes kann vom Vorstand beschlossen werden, wenn dieses Mitglied die Ziele oder das Ansehen des Vereins schädigt oder länger als drei Monate nach Ablauf des Kalenderjahres seinen Beitrag trotz vorausgegangener Mahnung nicht bezahlt hat. Der Beschluss des Vorstandes ist dem Mitglied mit Begründung schriftlich mitzuteilen. Gegen den Beschluss kann binnen einer Frist von drei Monaten Berufung eingelegt werden, die schriftlich an den Vorstand zu richten ist. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 7 Mitgliedsbeiträge

Die Mitgliedsbeiträge für ordentliche, studentische und fördernde Mitglieder sind Jahresbeiträge und jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres im Voraus fällig. Über die Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 8 Organe

Organe des Vereins sind

Mitgliederversammlung
Vorstand
Rechnungsprüfer

§ 9 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Gremium des Vereins. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere
Wahl bzw. Abberufung sowie Entlastung des Vorstandes
Wahl des Beitrats
Wahl der Rechnungsprüfer
Beschlussfassung über die Richtlinien der Vereinsarbeit
Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
Satzungsänderungen
Auflösung des Vereins

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt; auf Beschluss der Mitgliederversammlung kann dies auch zu einem Zweijahres Turnus verändert werden. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand mit einer Frist von mindestens 6 Wochen unter Angebe der Tagesordnung in schriftlicher Form.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird auf Beschluss des Vorstandes einberufen. Sie ist auch einzuberufen, wenn dies entweder der Beirat oder mindestens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder schriftlich beantragen.

Bei der Mitgliederversammlung wird mit offener Abstimmung gewählt, sofern sich kein Widerspruch dagegen erhebt. Jedes Mitglied kann maximal ein anderes Mitglied vertreten, wenn es schriftlich bevollmächtigt wird.

Der Vorsitzende der Mitgliederversammlung wird aus der jeweiligen Versammlung gewählt.

Von jeder Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, dass spätestens nach vier Wochen an alle Mitglieder versandt wird.

Anstelle einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kann der Vorstand auch eine schriftliche Abstimmung durchführen lassen. Er muss dies tun, wenn dies entweder der Beirat oder mindestens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder schriftlich beantragen.

Im Falle einer schriftlichen Befragung gelten folgende Regeln:
Die exakte Formulierung und Gestaltung der Abstimmung geschieht durch den Vorstand, bedarf jedoch der ausdrücklichen vorherigen Zustimmung des Beirats.
Für die Abstimmung ist eine Überlegungsfrist von mindestens 20 Tagen einzuräumen. Ein Schreiben gilt am dritten Werktag nach dem Datum des Absenderstempels als zugestellt, sofern es an die letzte dem Absender mitgeteilte Anschrift des Empfängers geschickt wird (außerhalb Europas jedoch nur, wenn es per Luftpost zugeschickt wird).
Die schriftlichen Stimmen sind an den Vorstand zu richten. Sie müssen spätestens 40 Tage nach Absendung der schriftlichen Abstimmungsunterlagen beim Vorstand eingegangen sein.
Die Auszählung der Stimmen geschieht durch den Vorstand und zusätzlich durch ein vom Beirat ernanntes Beiratsmitglied.
Das Abstimmungsergebnis muss spätestens auf der nächsten Mitgliederversammlung vom Vorstand bekannt gegeben werden.

Sowohl bei einer Mitgliederversammlung, als auch einer schriftlichen Abstimmung erden Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der teilnehmenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst. Für eine Satzungsänderung ist eine Stimmenmehrheit von 2/3, für eine Vereinsauflösung eine Mehrheit von 3/4 der teilnehmenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich. Im Falle einer Satzungsänderung oder Vereinsauflösung ist der Beschluss einer Versammlung nur gültig, wenn mindestens 25 % der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind; dies gilt jedoch nicht für schriftliche Abstimmungen.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung können nur Beschlüsse zu Themen gefasst werden, die in der Einberufung vorher angekündigt werden. Bei einer ordentlichen Mitgliederversammlung können auch Angelegenheiten, die nicht in der Einberufung angekündigt wurden, behandelt und beschlossen werden, sofern dies von mindestens 3/4 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beantragt wird. Bei einer schriftlichen Abstimmung gibt es keinerlei inhaltliche Beschränkungen in Bezug auf eine eventuelle vorherige Ankündigung derselben.

Die Versammlungsbeschlüsse aller Organe gelten durch die Unterschrift des Protokollführers als beurkundet.
§ 10 Vorstand

Dem Vorstand obliegt die gesetzliche Vertretung des Vereins, die Geschäftsführung, vornehmlich die Vermögensverwaltung, sowie die Einstellung und Entlassung von evtl. Angestellten.

Der Vorstand besteht aus mindestens einem und maximal fünf Mitgliedern. Die gewählten Vorstandsmitglieder bestimmen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden. Der Verein kann gerichtlich und außergerichtlich durch jedes Vorstandsmitglied allein vertreten werden. Der Vorstand wird von der Beschränkung des § 181 BGB (Verbot von Verträgen mit sich selbst – In-Sich-Geschäfte und Mehrfachvertretungen) befreit.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung oder schriftlich bzw. elektronisch gewählt. Die gewählte Amtsperiode jedes Vorstandsmittglieds wird zuvor von der Mitgliederversammlung bestimmt. In Einzelfällen kann die Mitgliederversammlung der Amtszeit der Vorstandsmitglieder einmalig um maximal zwei Jahre verlängern.

Sollte ein Stellvertreter sein Amt niederlegen oder der Vorsitzende mit dessen Tätigkeit unzufrieden sein, so kann der Vorsitzende mit Zustimmung des Beitrats einen Nachfolger bis zur nächsten Mitgliederversammlung wählen.

Die Mitgliederversammlung kann beschließen, dass Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im satzungsgemäßen Bereich angemessene Aufwandsentschädigungen und/oder Vergütungen erhalten.
§ 11 Anstelle einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kann der
Vorstand auch eine schriftliche Abstimmung durchführen lassen.

Er muss dies tun, wenn dies mindestens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder schriftlich beantragen. Die Schriftform der Stimmabgabe ist die Abgabe der Stimme auf einer elektronischen Wahlplattform gleichgestellt. Wird die Stimmabgabe sowohl in Schriftform als auf einer elektronischen Wahlplattform ausgeübt, so hat die Abgabe auf der elektronischen Plattform Vorrang und der abgegebene Stimmzettel in Schriftform ist zu vernichten. Im Falle einer schriftlichen Abstimmung oder einer Abstimmung über eine elektronische Wahlplattform gelten folgende Regeln:

die exakte Formulierung und Gestaltung der Abstimmung geschieht durch den Vorstand in Textform
§ 12 Rechnungsprüfer

Die Mitgliederversammlung wählt ein bis zwei Rechnungsprüfer. Die gewählte Amtsperiode wird zuvor von der Mitgliederversammlung bestimmt. Den Rechnungsprüfern obliegt die Prüfung der Bücher des Vereins. Sie gehören dem Vorstand nicht an.
§ 13 Weitere Ausschüsse

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung können weitere organisatorische Einrichtungen, insbesondere Ausschüsse mit besonderen Aufgaben geschaffen werden, ohne dass es einer Satzungsänderung bedarf.
§ 14 Auflösung

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks, fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft, die es für Zwecke der Erziehung, Volks- und Berufsbildung im Sinne von § 52 Abs. 2 Nr. 7 AO zu verwenden hat.
Die Einrichtung wird vom Vorstand bestimmt. Die Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens sind mit dem Finanzamt abzustimmen.